Die COVID-19-Pandemie unterstreicht die Notwendigkeit, Arbeitnehmer vor der Exposition gegenüber biologischen Arbeitsstoffen zu schützen. Die Ergebnisse eines EU-OSHA-Projekts zum Thema Exposition gegenüber biologischen Arbeitsstoffen am Arbeitsplatz und deren gesundheitlichen Auswirkungen werden vorgestellt.
Ein neuer Bericht der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) fasst die Ergebnisse eines Großprojekts zusammen, das sich mit der Exposition gegenüber biologischen Arbeitsstoffen am Arbeitsplatz und deren gesundheitlichen Auswirkungen befasste. Obwohl das Projekt vor der COVID-19-Pandemie durchgeführt wurde, sind seine Ergebnisse im aktuellen globalen Kontext hochrelevant. Sie behandeln Problembereiche, gefährdete Gruppen, neu auftretende Risiken und Überwachungssysteme.
„Globale gesundheitliche Herausforderungen setzen die Gesundheitssysteme stark unter Druck, und es sind dringend Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten vor Infektionskrankheiten erforderlich, die über die Bereitstellung von Schutzausrüstung hinausgehen.“
Die Exposition gegenüber biologischen Arbeitsstoffen ist weit verbreitet und mit zahlreichen Gesundheitsproblemen verbunden, darunter Infektionskrankheiten, Allergien und Krebs. Schätzungsweise 5.000 Arbeitnehmer sterben jährlich allein in der EU an arbeitsbedingten Infektionskrankheiten. Der neue Bericht der EU-OSHA zielt darauf ab, das Bewusstsein für dieses Problem zu schärfen und verlässliche Informationen bereitzustellen, um wirksame Präventionsmaßnahmen zu entwickeln.